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Albers Diele

Boarnborgs Hoff

Am 30.09.2000 feierte unsere Tochter Imke auf unserer Diele ihr Hochzeitsfest, was ganz in ihrem und auch unserem Sinne war. Seit 1991 war unsere Diele arbeitslos, d.h. wir gaben unsere Milchkuhhaltung auf, weil meine Bandscheiben verschlissen waren und die Gesundheit vor geht (Man hat nur eine).

Wie es ist mit ungenutzten Räumen, werden sie zur Abstellkammer, nicht nur für uns, sondern für sehr viele verschiedene Menschen, die meinen, daß sie den Platz auch nutzen könnten.

Ruck-zuck stand die Diele voller Gerümpel oder was dazu werden wollte.

Doch jetzt zum Hochzeitsfest: Wir räumten auf, versahen alles mit neuer Farbe, d.h. originalgetreu wurde der obere Bereich weiß gekalkt und der untere mit Silolack schwarz gestrichen, der Garten auf Vordermann gebracht und auch die Windbretter an Erker und Krüppelwalm bekamen dank des Hubgerüstes des Fleckens Ottersberg neue Farbe.

Dort wo normalerweise die Kühe standen und auch auf der Tenne legten wir einen hölzernen Tanzboden aus, mit sehr viel Liebe, in alle Ecken und wir hatten viele fleißige Helfer!

Kuhstall So feierten wir eine zünftige Bauernhochzeit wie es früher Brauch war und das spricht sich nicht nur in Otterstedt herum. Aber nach der Hochzeit wurde alles wieder abgebaut und das Image des Kuhstalls wurde wieder hergestellt.

Im Oktober 2001 kamen Mitglieder unserer plattdeutschen Theatergruppe auf uns zu und sagten, daß sie 25-jähriges Jubiläum feiern möchten mit "Danz op de Deel" und natürlich auf unserer Diele! Wir als gesellige Menschen sagten ja unter der Bedingung, daß uns geholfen wird. So feierten wir erneut ein sehr schönes Fest, das in die Geschichte einging; und wie es mit der Mundpropaganda so ist, wußten plötzlich viele Leute, daß man bei Albers gut feiern kann. Wir beschlossen, daß der Tanzboden, der erneut mit viel Liebe bis in den letzten Trog und die hinterste Ecke verlegt war, gekauft wird.

Der Verleiher hat geschluckt, aber wir bekamen ein faires Angebot und seitdem ist der Tanzboden der Unsrige.

Toilette Es wurde zum Geheimtipp aber wir waren in einer Grauzone, d.h. manchmal durften wir die Toiletten des Schützenvereins für Feste nutzen, oder stellten unsere privaten zur Verfügung. Im Juni 2003 feierten wir dann den 200. Geburtstag unseres Hauses mit einem Fest auf der Diele, mit neu erstellten Toiletten, mit einer Kanonenkugel, die wir beim Bau des Kanalanschlusses aus dem Boden holten und die mit Sicherheit unserem Haus gegolten hatte.



Das Wichtigste zum Schluß:
wir meldeten die Vermietung von Räumen als Gewerbe an.

Raum Die örtlichen Zeitungen unterstützten uns mit wohlwollenden Berichten und so lief es ganz gut an. Unser Tatendrang wurde 2x gebremst durch anonyme Anzeigen, die die Lärmbelästigung beklagten. Die nächsten Nachbarn freuen sich alle darüber, daß es bei uns diese Möglichkeit des Feierns gibt. Im Jahr 2004 zog dann das Otterstedter Erntefest in unsere Räume ein, mit einer Renaissance der Besucherzahlen.



Die Diele ist jetzt ausgestattet mit Theke, einer Zapfanlage, die 40 l/h schafft, mit einem großen Getränkekühlschrank, einer Kühl-/Eisschrank-kombination, einem historischen Küchenschrank, einem Kühltresen für Speisen, einem abgeteilten Raum für Kalt/Warmes Buffett, mit 8 Bierzelt-garnituren, mit vielen Steckdosen für mobile Discos oder wahlweise gelbe oder rote Lichterschläuche, einer Garderobe, wahlweise mit Haken oder Bügeln.

Es sind drei Eingänge möglich,wobei sich die durch die durch Dorferneuerung gesponserte "Große Tür" für größere Feste anbietet und die kleinere für Feste, bei denen Eintritt genommen wird.

Das Gelände hat einen großen Parkplatz, einen großen Garten mit viel Rasen, auf dem Kinder spielen können, mit Schaukel, Sandkiste, Hund, Katze, Maus und einer funktionierenden Historischer Backofen Wasserpumpe (natürlich Historisch in der Planung, aber kurz vor Vollendung) und vor allem: bei uns sind Kinder erwünscht!!!

In 2003 haben wir unseren historischen Backofen neu mit Schamotte aufmauern lassen und seitdem kann Brot gebacken werden. Der Backofen und ich vertragen uns immer besser, aber wenn ich um 10.00 Uhr backen möchte, heißt es für mich, um 5.00 Uhr Feuer anheizen.


Wir haben ein 100 Jahre altes Plumpsklo, welches ich mit dem Mut der Verzweiflung tapeziert habe. Dort hängt eine Kopie des Achimer Kreisblattes von 1915 in einer Stange für die Tageszeitung, wie sie in Cafs üblich ist. Außerdem ist auf der Diele ein dezenter Hinweis darauf daß es bis 1967 in Betrieb war, denn meine Großmutter benutze es lebenslänglich. Zwar wurden die letzten Jahre zum Risiko, da Großmutter auf dem Weg dorthin von einem Waldkauz attackiert wurde,--- aber unerschrocken wie sie war, legte sie den Weg bei Dunkelheit mit einem aufgespannten Regenschirm zurück. Für Unerschrockene hängt auf der Diele ein Regenschirm und eine Taschenlampe!!!

Jetzt gibt es ein Schleiereulenpaar auf dem Dachboden und sie scheinen Musik zu lieben.

Hund Oskar Auf dem Hof besteht Gelegenheit, unserem Hund "Oskar" zu begegnen oder unseren beiden Katzen "Frieda" und "Atomfrieda". Letztere hat diesen Namen, weil es schwierig ist, sie für friedliche Zwecke zu nutzen. Außerdem gibt es meine 7 Legehennen, zwar nicht namentlich erwähnt, doch mit ausgeprägtem Charakter. Wenn sie ihre Eier brav in meinem Stall gelegt haben, dürfen sie grasender Weise durch Hof und Blumengarten stolzieren, was dem Eigelb zu einer satten Farbe verhilft. Also hat unser Bauernhof Erlebnisweltcharakter! Wenn Sie ihr Fest bei uns feiern möchten, vermiete ich Ihnen nur die Räumlichkeiten, daß heißt, Sie dürfen ihr Fest mit Ihrer persönlichen Note ausrichten, haben in der Regel 1 Woche Zeit, um zu schmücken und zu dekorieren.

Bei Bedarf geben wir Ihnen Tipps und Tricks, aber das steht in der Regel Ihrer eigenen Kreativität im Wege, jeder gestaltet sein Fest nach den unterschiedlichsten Ideen. Wenn Sie es geschickt anstellen, helfen Ihnen beim Abbau der Dekoration viele Freunde, denn ich möchte die Diele besenrein und das WC geputzt zurück.

Besenrein heißt, daß auf dem Fußboden nichts mehr klebt und man mit meinem großen Besen ausfegen kann. Gerät und Putzmittel fürs WC werden gestellt. Papier, Seife und Einmalhandtücher ebenfalls.

Falls das nicht klappt, muß ich es (das Putzen) leider in Rechnung stellen, aber mein Prinzip Vertrauen gegen Vertrauen ist erst einmal enttäuscht worden, ansonsten klappt es wunderbar. Wir haben uns damit arrangiert, daß es bei fröhlichen Festen etwas lauter zugeht und können recht gut dabei schlafen, durch die massiven Steinwände dringt nicht viel vom Innengeräusch auf die Straße, bei der An- bzw. Abreise geht es meistens lauter zu.



Albers Diele für Polterabende, Hochzeiten, Geburtstage und vieles mehr...
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